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Wohnungsbau-Turbo schon direkt mit dem ersten Projekt gescheitert
Die Linke Fraktion im Krefelder Stadtrat verurteilt den ersten Entwurf der Stadtverwaltung zur Anwendung des Wohnungsbau-Turbo am Wilmendyk. „Wir haben das Projekt Stadtgärten von Beginn an sehr skeptisch begleitet und auch viele Gespräche mit den Mieter*innen vor Ort geführt, aber die Dreistigkeit, mit der uns jetzt dieser Vorschlag als tolle Sache unterbreitet wird, ist schon ein starkes Stück“, sagt Fraktions- und planungspolitischer Sprecher Sebastian Schubert. „Wir halten dieses Projekt für nicht genehmigungsfähig, dafür gibt es einfach zu viele Kritikpunkte: die Neubauten, Erweiterung von Terrassen, Ausbau der vorhandenen und Neubau einer weiteren Straße inkl. Parkplätzen führt zu erheblicher Flächenversiegelung. Die Wohnfläche wird fast verdoppelt, aber die Anzahl der Wohneinheiten sinkt sogar. Wie hier die vom Bundesgesetzgeber gewünschte Schaffung von bezahlbarem Wohnraum erreicht werden soll, ist mir schleierhaft.“
Bezirksvertreter Marcel Wendel ergänzt: „Hier passt wirklich gar nichts zusammen. Es wird eine bestehende NachbarschaWsgemeinschaW zerrissen und entmietet. Die geplante Zufahrt über den Leykesdyk ist nicht nur verkehrstechnisch ungünstig aufgrund der schmalen Straße und dem Schüler*innenverkehr, sondern sorgt auch für zusätzliche Lärmbelastung der Anwohnenden. Die Stadt hat jede Menge Einwände erhalten und keinen davon auch nur annähernd gewürdigt oder berücksichtigt.“
„Der eigentliche Knackpunkt ist aber der soziale Wohnungsbau“, sagt Sebastian Schubert. „Wir haben dem Vorgehen zum Wohnungsbau-Turbo nur zugestimmt, da dort eine 30 %-Quote für sozialen Wohnungsbau festgeschrieben war. Dass die Stadtverwaltung es dem Investor jetzt durchgehen lassen will, ohne diese Quote zu bauen, ist ein klares Zeichen, dass das Experiment Wohnungsbau-Turbo schon im Ansatz gescheitert ist.“
Die Linke kritisiert außerdem die Privatisierung bislang öffentlichen Raums. „Dass jetzt auch noch die öffentlichen Freiflächen zwischen den Häusern zu Gunsten von privaten Vorgärten wegfallen, ist eigentlich nur das i-Tüpfelchen“, sagt Stephan Hagemes, der sozialpolitische Sprecher der Fraktion. „Viel schlimmer ist, dass dort Menschen gewohnt haben, die auf diese kleinen und günstigen Wohnungen angewiesen waren. Was hier passiert, ist Gentrifizierung, Entmietung und Verdrängung zu Gunsten der Profitinteressent des neuen Investors! Das können und werden wir nicht mittragen.“
Für Die Linke bleibt klar: der Wohnungsbau-Turbo war zur Schaffung von neuem und bezahlbarem Wohnraum gedacht. Das Projekt „Stadtgärten Krefeld“ wird diesem Anspruch nicht gerecht und wird von der Linken Fraktion daher vollumfänglich abgelehnt.
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- 2026-09-23_-_Pressemitteilung_-_Stadtgaerten_Wilmendyk.pdf
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