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Wohnstätte-Geschäftsführer besucht Linksfraktion

Thomas Siegert, Geschäftsführer der Wohnstätte-AG, besuchte am Montag die Fraktion der LINKEN im Krefelder Stadtrat. In dem zweistündigen Gespräch ging es um aktuellen Pläne des stadteigenen Wohnungsbauunternehmens, die Lage des sozialen Wohnungsbaus in Krefeld und die Rolle der Wohnstätte AG bei der Unterbringung von Flüchtlingen.

Die Einschätzung Siegerts, dass die bis 2019 eingeplanten Fördermittel des Landes für Krefeld nicht ausreichen werden, wurde von den Mitgliedern der Linksfraktion geteilt. Insbesondere durch den Wegfall der Sozialbindung vieler Wohnungen wird es trotz erhöhter Fördermittel in den nächsten Jahren einen Mangel an günstigen Wohnungen geben. Dazu stellt Stephan Hagemes, Ratsmitglied der LINKEN fest: „DIE LINKE fordert, dass  auf Landesebene weitere Gelder für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt werden, um dem Mangel an günstigem Wohnraum entgegen zu wirken“. Begrüßt wurde die Erklärung des Wohnstätte-Geschäftsführers, dass das Unternehmen auch in Zukunft einen Schwerpunkt auf Wohnungen für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen legt.

Ebenfalls thematisiert wurde die Frage der sogenannten „Schrottimmobilien“. Hierzu erläuterte Siegert auf Nachfrage der Linksfraktion, dass es selbstverständlich Aufgabe der Stadt sei, Gebäude zu sichern, falls der Eigentümer dies nicht sicherstellt. Auch sei es nach seiner Einschätzung notwendig, dass es seitens der Stadt einen Stadtumbaumanager für private Grundstückseigentümer gibt, der Hilfestellung beim Umgang mit solchen Problemfällen gibt und z.B. bei der Beantragung von Fördergeldern aus dem Projekt "Stadtumbau West" unterstützend tätig wird.

Thomas Siegert erläuterte außerdem die Rolle der Wohnstätte AG bei der Unterbringung von Flüchtlingen. So sind ca.75% der von der Stadt in Wohnungen untergebrachten Geflüchteten in Wohnungen des Unternehmens untergebracht. Die Wohnstätte kann dies jedoch nur noch begrenzt ausweiten, da die marktbedingten Leerstände inzwischen sehr gering sind. Die Fraktion der LINKEN konnte von dem Geschäftsführer allerdings erfahren, dass es konkrete Planungen von Stadt und Wohnstätte gibt, Neubauprojekte dafür zu realisieren.
DIE LINKE begrüßt grundsätzlich Bestrebungen, Flüchtlinge in dauerhaften Wohnungen unterzubringen. Dazu erklärt Basri Cakir, Fraktionsvorsitzender der LINKEN: „Insbesondere die Lage in den Behelfsunterkünften ist für die Betroffenen kaum zu ertragen. Anträge der LINKEN, zumindest Trennwände in den Unterkünften aufzustellen und so ein Minimum an Privatsphäre zu gewährleisten, wurden von allen anderen Fraktionen unter fadenscheinigen formalen Gründen abgelehnt.“