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„Natürlich will ich ein Märtyrer sein. Wer will nicht in den Himmel?“

Diese Sätze sind in einem Comic für Kinder zu lesen, über den der „Stern“ im März dieses Jahres berichtet hatte. Herausgegeben wurde der Comic von der türkischen Religionsbehörde DIYANET, direkt dem Ministerpräsidenten unterstellt.
Der menschenverachtende Terroranschlag gegen eine Hochzeitsgesellschaft in einem kurdischen Viertel Gazianteps wurde wahrscheinlich von einem Kind verübt. Er richtete sich gegen Kurden, besonders gegen Mitglieder der HDP, deren Abgeordnete im türkischen Parlament keine Immunität mehr besitzen.
Aus der Bundesregierung wurde bestätigt, dass die Türkei als Aktionsplattform islamistischer Gruppierungen dient.

Warum hält die LINKE im Rat der Stadt Krefeld diese Zusammenhänge für ein Thema der Lokalpolitik?
Die in Deutschland, auch in Krefeld, tätige türkische Organisation DITIB ist direkt der türkischen Religionsbehörde DIYANET unterstellt, finanziell und weisungsgebunden.
Halide Özkurt, Ratsfrau der SPD im Krefelder Rat, arbeitet als stellvertretende Vorsitzende von DITIB in NRW, hauptamtlich bezahlt von der türkischen Religionsbehörde.
Die LINKE im Rat der Stadt Krefeld erwartet von Frau Özkurt und von ihrer Partei, der SPD, nicht weiter die Kritik am Treiben der DITIB als rassistisch darzustellen.
Die Trennung von Religion und Staat bleibt die Voraussetzung einer demokratischen Gesellschaft.
Wenn die CDU Frau Özkurt und die SPD kritisiert, so wird nur geheuchelt: Zwischen dem Nato Partner Türkei und der Bundesregierung bestehen enge Beziehungen, schließlich soll die Türkei verhindern, dass weitere Flüchtlinge nach Europa kommen.
Die LINKE im Rat der Stadt Krefeld begrüßt die Erklärung des „Solidaritätshauses“ in Krefeld.
Sie zeigt, dass die Kritik an der DITIB von MigrantInnen aus der Türkei geteilt wird.
Vor diesem Hintergrund bedauert die LINKE, dass der Rat der Stadt Krefeld einem Grundstücksverkauf an die DITIB zugestimmt hat. Die Organisation möchte dort eine Moschee errichten. Die Prediger in diesen Moscheen werden in der Türkei ausgebildet,von dort kontrolliert und bezahlt.

Die Fraktion der LINKEN kritisiert:
„Wir verstehen nicht, dass demokratische Parteien wie die SPD und die Grünen diesem Beschluss zugestimmt haben. Die Grünen in Krefeld sollten häufiger die begrüßenswerte Kritik der Bundesgrünen an der DITIB berücksichtigen. Rassismus ist nicht zu bekämpfen, wenn undemokratische Positionen toleriert werden.“