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Krefeld muss mehr Solidarität zeigen: Jetzt erst recht!

Alle demokratischen Krefelderinnen und Krefelder, alle Parteien, Gewerkschaften und Organisationen müssen ihre Solidarität mit den demokratischen Kräften in der Türkei zeigen: Jetzt erst recht!

Die Fraktion der LINKEN, besonders unser türkischstämmiger Fraktionsvorsitzender Basri Cakir, hat sich klar gegen jede nationalistische Spaltung, gegen Unterdrückung, Verfolgung und Todesstrafe ausgesprochen.
Bis jetzt haben auch Mitglieder verschiedener Organisationen ihre Solidarität gezeigt, so Attac, der DGB, die GEW, IG Bau, das Solidaritätshaus und die altkatholische Gemeinde.
Auf Initiative der LINKEN haben fast alle Fraktionen im Rat noch vor dem Referendum eine gemeinsame Erklärung herausgegeben.
Die SPD Ratsfrau Klaer hat auf einer Veranstaltung auf dem Neumarkt durch eine kurze Rede ihre Solidarität gezeigt.
Eine solche Rede haben die Grünen, trotz unserer Einladung, nicht gehalten.
Was ist mit den türkischstämmigen Ratsmitgliedern der SPD, mit Halide Özkurt und Mustafa Ertürk, was ist mit Sayhan Yilmaz von den Grünen? Wo bleibt ihre ausdrückliche Ablehnung des Erdogan-Regimes?
Die Parteien, SPD oder Grüne, haben ihre türkischstämmigen Ratsmitglieder nicht dazu aufgefordert. Warum nicht? 
 Die Wahlen in der Türkei waren von Betrug und Manipulation überschattet. Die Anhänger Erdogans feiern trotzdem ihren Sieg, bei dem mindestens die Hälfte der Bevölkerung Erdogan nicht gefolgt ist.
Besonders schmerzlich bleibt es, dass die Anhänger dieser Ein-Mann-Diktatur auch in Krefeld ihren vermeintlichen Sieg öffentlich gefeiert haben. Sie haben damit zur Spaltung in der türkischstämmigen und in der Gesamtbevölkerung beigetragen. 
 Im Wahlkampf sind in der Türkei und in Deutschland tiefe gesellschaftliche Gräben entstanden. Wir sehen dagegen das Wahlergebnis als eine Aufforderung, uns trotzdem für das gleichberechtigte Zusammenlében hier in Deutschland einzusetzen, gegen alle Spaltungsversuche.
Wenn die demokratische Öffentlichkeit, wenn alle antirassistischen Kräfte gemeinsam auftreten, dann können die Hetze und der Einfluss Erdogans zurückgedrängt werden.
Lassen wir die demokratischen Kräft in der Türkei nicht allein!
Setzen wir uns gemeinsam dafür ein, dass die Erdogan-Diktatur und seine AKP keine wirtschaftliche und politische Unterstützung von der Bundesregierung erhalten.
Eine demokratische Türkei ist in unser aller Interesse!
Internationale Solidarität jetzt erst recht!

Basri Cakir, Frationsvorsitzender der LINKEN im Rat der Stadt Krefeld