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Hauptbahnhof Krefeld: Verwahrlost!

Der Hauptbahnhof wurde 1907 erbaut, eine prachtvolle Fassade, eine für damalige Bahnhöfe großzügige Eingangshalle, eine geräumige Restauration. Damals fuhren auch die „besseren Kreise“ mit der Eisenbahn. Das ist vorbei. 2019 kann der Krefelder Hauptbahnhof nur als völlig verwahrlost bezeichnet werden.

Fernzüge fahren den Bahnhof so gut wie nicht mehr an, erst recht keine ICEs.

Jetzt wird auch noch der Fahrkartenschalter geschlossen, der auch zur Reiseauskunft benutzt wurde.

Der Bahnsteig 1 ist größtenteils abgesperrt, Bauarbeiten sind nicht zu sehen. Und das seit sehr, sehr langer Zeit. Die Tafeln mit An- und Abfahrtzeiten auf diesem Bahnsteig sind nur mit einem Fernglas wahrzunehmen. Ein schmuckes Wartehäuschen aus der Entstehungszeit des Bahnhofs ist abgesperrt

Die Wartemöglichkeiten auf den Bahnsteigen, etwa Bänke, sind spärlich. Schutz gegen den Wind auf den offenen Bahnsteigen gibt es kaum.

Toiletten? Nichts im Bahnhof, keine Hinweisschilder, es soll Toiletten ausserhalb des Bahnhofs geben.

Die Restaurationshalle ist seit langem geschlossen. Der Durchgang zum Will Brandt Platz: Zugig, funktionsloses trübes Licht.

Es gab eine Chance: Der Willy Brandt Platz ist in städtischem Besitz. Aber ein Verwaltungs- und/oder Veranstaltungsgebäude wird hier nicht gebaut.

Parkplätze? Fehlanzeige, erst nach einem Fußmarsch am Busbahnhof.

Das geht alles die Verwaltung nichts an? Stimmt, wenn sie sich mit den „besseren Kreisen“ identifiziert. Die sind hier oder auch in der Umgebung nicht mehr zu finden.

 

Basri Cakir, Fraktionsvorsitzender LINKEN, kritisiert:

„ Die Stadtverwaltung hat sich um die Bürgerinnen und Bürger zu kümmern.Wahrscheinlich gibt es wieder kein Personal für die Aufgabe „Hauptbahnhof“. Der OB sollte sich einmal seinen Parteinamen ansehen, da steht „sozial“! Das gilt auch, wenn der Hauptbahnhof der „Deutschen Bahn“ gehört.“