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Mondrian in Krefeld
„Erworben vor 1932, verborgen und verloren, wiedergefunden“ so heißt es im 1963 erschienenen 1. Museumskatalog zu den 4 abgebildeten Mondrian-Werken. Monika Tatzkow und Gunnar Schnabel entzaubern anhand ihrer fast 10-jährigen Recherche in internationalen Archiven diese museale Legendenbildung und klären auf, warum die Bilder den Erben Mondrians gehören und diese zurückgegeben werden müssen. Anfang der 50er Jahre wurden vier der acht Gemälde durch den damaligen Museumsdirektor Paul Wember wegegeben. Die Stadt Krefeld steht nun vor dem Problem, dass sie einen Eigentumsnachweis vorlegen muss, der belegt, dass ihr die Gemälde rechtmäßig gehören. Jedoch musste die Stadt bereits einräumen, dass es einen solchen Nachweis, welcher einen Kauf oder eine Schenkung an das KaiserWilhelm-Museum belegt, nicht gibt. Der vorliegende Fall wird von einem Bezirksgericht in Washington D.C. verhandelt. Im bisherigen Rechtsstreit sind seit 2020 rund 285.000 €Prozesskosten für die Stadt Krefeld angefallen. Es ist zu befürchten, dass diese Summe im weiteren Prozessverlauf noch ansteigen wird. Sollten die Kläger im laufenden Prozess Recht bekommen, müsste für die Entschädigung der verkauften vier Bilder gegebenenfalls die öffentliche Hand aufkommen. Und diese Entschädigung kann die Stadt teuer zu stehen kommen, denn der Streitwert beträgt rund 400 bis 500 Millionen Euro. Wie wird es nun weitergehen und was kann auf die Stadt Krefeld noch zukommen? Diese und weitere Fragen werden am 05. September mit unseren Gästen der Herkunftsforscherin Dr. Monika Tatzkow und dem auf Restitutionsangelegenheiten spezialisierten Anwalt Gunnar Schnabel diskutiert.
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